Fütterungstipps - das knabbern Kaninchen am liebsten

Es wuselt und hoppelt im TiKo. Aufgrund behördlicher Abnahmen hoppeln derzeit so viele Kaninchen wie schon lange nicht mehr durch das TiKo. Hier könnt ihr nachlesen, worauf wir achten, um unsere langohrigen Freunde gesund und ausgewogen zu ernähren.

Kaninchennahrung © TiKoViele frisches Blattgrün und frisches Wasser © TiKoWiesenkräuter und Blätter knabbern Kaninchen am liebsten © TiKoDas oberste Prinzip der Kaninchenernährung lautet „frisch“. Denn Kaninchen sind Frischköstler, genauso wie ihre Verwandten in der Natur. Feldhasen nagen hauptsächlich frische Wiesenkräuter, Knospen, Blätter und Pflanzenwurzeln. Dementsprechend brauchen auch Kaninchen möglichst frische Kost.

Kaninchen sind wie Feldhasen Frischköstler und brauchen
frisches Grünfutter!

Übrigens unterscheiden sich Kaninchen und Hasen zwar nicht in ihrer Ernährung voneinander, doch aber in ihrem Aussehen und ihrer Biologie. Im Gegensatz zu den Kaninchen als blinde und nackte Nesthocker sind Hasen Nestflüchter und kommen bereits mit Fell und offenen Augen zu Welt. 

Beide Hasenartigen haben jedenfalls frisches Grün zum Fressen gerne. Deshalb ist für ein langes, gesundes Kaninchenleben folgendes Grundfutter zu empfehlen:

Grundlegende Futtermittel

  • Gräser, Küchenkräuter (Basilikum, Liebstöckel, Petersilie, Thymian), Blattgemüse (Salate, Kohl) und Gemüsegrün (z.B. Karottengrün) sollten rund um die Uhr zur Verfügung stehen und versorgen die Kaninchen mit wichtigen Nährstoffen.

  • Zweige und Äste dienen als Raufutter unterstützend für die Verdauung (z.B. Obstbaumzweige oder Haselzweige).

  • Heu – dient im Winter als Ersatz für frisches Gras, sollte aber immer zusätzlich zum Grünfutter zur Verfügung stehen. Heu sollte aber nie als Alleinfuttermittel dienen, da dabei zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird und so Verdauungsprobleme entstehen können.

  • Wasser sollte in einer Schüssel aus Keramik oder Metall angeboten werden, die rasch und einfach gereinigt werden kann. Tränken aus dem Tierhandel sind aus hygienischen Gründen zwar eine gute Alternative, doch für das Kaninchen selbst sehr unpraktisch. Denn Tränken zwingen das Kaninchen eine unnatürliche Haltung beim Trinken einzunehmen und lassen durch das Tröpfeln nur eine geringe Wasseraufnahme zu. 

Beikost

  • Gemüse wie Gurken, Karotten und Sellerie sollten ca. 20% der aufgenommen Nahrung ausmachen.

  • Obst wie Äpfel, Birnen oder Pfirsiche können hin und wieder als süße Abwechslung zugefüttert werden.

Fertige Futtermischungen

Von fertigen Futtermischungen aus dem Tierhandel raten wir ab. Leider enthalten diese Aromastoffe und sind keine natürliche Ernährung für Kaninchen. Außerdem sind fertige Mischungen häufig sehr fettreich und begünstigen damit viele Krankheiten wie Adipositas, Durchfall oder können schmerzhafte Zahnprobleme verursachen.

 Fertige Trockenfuttermischungen
machen krank und sind keine natürliche Kost für Kaninchen!

Giftige Pflanzen für Kaninchen

Einige Garten- wie auch Zimmerpflanzen (z.B. Fingerhut, Maiglöckchen, Wolfsmilch Gewächse, Aloe Vera, Alpenveilchen, Amaryllis, Efeutute, Yucca Palme etc.) können giftig für Kaninchen sein. Wir empfehlen daher unbedingt vorher zu recherchieren und etwaige giftige Pflanzen aus der Umgebung der Kaninchen zu entfernen. Auch manche Obstsorten wie Avocados und Holunderbeeren sind sehr gefährlich für Kaninchen und können tödlich sein. Im Web gibt es zahlreiche Listen die hierbei zur Orientierung dienen.

 

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