Hitze im Fell...

Wie ginge es uns jetzt im Pelzmantel? Tiere sind der Hitze gnadenlos ausgeliefert, sie können sich nur begrenzt gegen die Hitze des Sommers schützen.

Tiere sind der Hitze gnadenlos ausgeliefert, sie können sich nur begrenzt gegen die Hitze des Sommers schützen.

An unbehaarten Stellen bekommen auch Hunde einen Sonnenbrand, deshalb hilft ein zu kurzes Scheren der Haare nicht. Zudem Hunde auch keine Schweißdrüsen haben – sie kühlen sich über die Zunge, über das Hecheln ab. Und auch dies gelingt nur bedingt, denn bei großer Hitze ist die Geschwindigkeit der Überhitzung höher, als der Hund sich selbst abkühlen kann. Das führt dann sozusagen trotz Hecheln zunächst zu einem Sauerstoffmangel, zu Übelkeit und Kreislaufproblemen mit Gleichgewichtsstörungen und im schlimmsten Fall zu Kreislaufversagen, Hitzeschlag und Tod. Letzte Alarmzeichen sind ein glasiger Blick, eine tiefrote Zunge und ein gestreckter Hals beim Hecheln.

Abgesehen davon, dass es verboten ist, Hunde im Auto zu lassen, genügt es auch nicht, ein Auto im Schatten abzustellen. Man sollte sich ja nur selbst vorstellen, wie es einem ginge, wenn man im Sommer im Pelzmantel im Auto warten müsste...

Katzen werden bei Hitze unruhig, ihr Herzschlag und die Körpertemperatur erhöhen sich oder sie liegen stark hecheln am Bauch. In diesem Fall sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Bei reinen Wohnungskatzen sind kühle Plätze unabdingbar, zumindest müssten die Räume verdunkelt werden.

Kleintierkäfige und Aquarien dürfen nicht in der prallen Sonne stehen, ein Tier muss die Möglichkeit haben, der Sonne und der Hitze zu entgehen. So angenehm ein Windhauch im Sommer auch ist, Dauerdurchzug schadet den Tieren. Für Vögel eignen sich Wasserbäder, die allerdings täglich gewechselt werden müssen oder sonst Sprühduschen.

Für Weidehaltung eignen sich am besten natürliche Schattenspender wie Bäume, sonst muss ein Unterstand gewährleistet sein, der jeder Witterung trotzt.

Selbstverständlich muss allen Tieren frisches Wasser zur Verfügung stehen. Ja, auch den Fischen! Nein, kein Mineralwasser, bitte!

Nach §17 Tierschutzgesetz wird unverantwortliches Verhalten – so auch bei Hitze – mit Freiheitsstrafen bis zu 3 Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet.

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