ChipCheck - ist dein Hund gechippt, registriert und gemeldet?

Seit 2010 gilt in ganz Österreich eine Chip- und Registrierungspflicht für Hunde. In vielen Gemeinden gibt es eine zusätzliche Meldepflicht sowie eine zu entrichtende Hundeabgabe. Sollte dies vom Hundehalter nicht gemacht werden, drohen hohe Geldstrafen.

Darum führen wir von 15. - 17. Oktober 2020 Informationstage in der Klagenfurter Innenstadt durch. Dabei werden wir die Chips eurer Hunde checken und Gutscheine für vergünstigtes Chippen und Registrieren vergeben! Mehr dazu hier.

In Österreich ist es Pflicht...

  • ...den Hund tierärztlich zu chippen
  • ...den Chip online zu registrieren
  • ...den Hund bei der Gemeinde zu melden

Nur wenn alle drei Punkte eingehalten werden, können vermisste bzw. gefundene Hunde ihrem Halter zugeordnet werden und so schnell wieder in ihr Zuhause zurückgebracht werden.

CHIPPEN

Die Implantation des Microchip wird von einem Tierarzt Ihrer Wahl durchgeführt. Das Einsetzen des Chips erfolgt mittels einer Kanüle an der linken Halsseite, ähnlich einer Injektion und ist nahezu schmerzlos. Der Chip ist unzerbrechlich und liegt reaktionslos im Gewebe eingebettet.

Ein Microchip ist nur dann sinnvoll, wenn der Zifferncode des Chips und die Daten des Hundes bzw. des Besitzers in einer Datenbank gesammelt werden. Seit Anfang 2010 gibt es eine österreichweite Datenbank, in der alle Hunde gemäß § 24a des Tierschutzgesetzes registriert werden MÜSSEN.

Ein Chip OHNE REGISTRIERUNG ist wertlos, denn der Hund kann dem Besitzer nicht zugeordnet werden!

REGISTRIEREN

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um einen Hund in der Heimtierdatenbank zu registrieren:

  • Viele Tierärzte führen mit dem Chippen auch die Registrierung durch, die Kosten für beides betragen rund 60€. Hier unbedingt abklären, ob das Tier letztlich auch registriert wurde, um Missverständnisse zu vermeiden!
  • Die Registrierung kann selbst über eine private Datenbank (Animal Data, Petcard, IFTA, etc.) durchgeführt werden, die die Daten dann an die Heimtierdatenbank des Bundesministeriums weiterleitet. Die Kosten dafür betragen rund 20€.
  • Die Registrierung kann auch direkt bei der Heimtierdatenbank des Bundesministeriums durchgeführt werden: dazu wird eine aktivierte Bürgerkarte und eine gültige E-Mail Adresse benötigt. Der Einstieg erfolgt über heimtierdatenbank.ehealth.gv.at. Diese Registrierung ist kostenlos.
  • Die Daten können auch an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde gemeldet werden, die dann die Registrierung vornimmt. Allerdings können die Bezirksverwaltungsbehörden dafür Gebühren einheben. Es kann sich auch lohnen, bei der Gemeinde nachzufragen, denn viele Gemeinden haben ebenfalls einen Zugang zur Heimtierdatenbank. Bei dieser Gelegenheit könnte der Hund auch gleich gemeldet werden.

Bei einer Registrierung oder einem Besitzwechsel erhalten Sie eine Registrierungsnummer. Diese Registrierungsnummer ist die Bestätigung für eine erfolgreiche Registrierung.

Welche Daten sind anzugeben?

1. Personenbezogene Daten:

  • Name
  • Art und Nummer eines amtlichen Lichtbildausweises
  • Adresse
  • Kontaktdaten
  • Geburtsdatum
  • Datum der Aufnahme der Haltung
  • Datum der Abgabe und neuer Halter/neue Halterin (Name und Nummer eines Lichtbildausweises) oder des Todes des Tieres

2. Tierbezogene Daten:

  • Rasse
  • Geschlecht
  • Geburtsdatum (bzw. Geburtsjahr)
  • Microchipnummer
  • durchgeführte Eingriffe
  • Geburtsland
  • freiwillig: Nummer des Heimtierausweises und Datum und Impfstoff der letzten Tollwutimpfung.

WICHTIG ist, die Daten bei Bedarf zu aktualisieren

Unter anderem muss gemeldet werden, wenn der Hund an einen neuen Besitzer abgegeben wird oder auch, wenn der Hund verstorben ist.

WAS PASSIERT WENN ICH MEINEN HUND NICHT REGISTRIERE?

Was viele nicht wissen: Wer seinen Hund/seine Hunde NICHT in der Heimtierdatenbank registriert, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist gemäß § 38 des Tierschutzgesetzes mit einer Geldstrafe (bis zu € 3.750, im Wiederholungsfall bis zu € 7.500) zu bestrafen.

MELDEN

Die Meldung des Hundes bei der Gemeinde muss zusätzlich erfolgen. Es ist außerdem eine jährliche Hundeabgabe zu leisten. Der Hund bekommt dann eine Hundemarke der jeweiligen Gemeinde mit einer eigenen Kennzahl. Diese steht nicht in Verbindung mit der Chipnummer.

Nützliche Links:

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