Jungvögel am Boden - ist "retten" wirklich eine Hilfe?

Sie wirken hilflos und schutzlos ihrem Schicksal ausgeliefert - doch soll man aus dem Nest gefallene Jungvögel wirklich retten?

Birdlife Österreich sagt dazu schlicht und einfach "Hände weg von Jungvögeln". Sie sitzen im Gebüsch, am Boden und tschiepen lautstark - vermeintlich aus Angst und Verzweiflung, doch...

... die meisten kleinen Vögel verlassen das Nest vorzeitig und werden am Boden weiterhin von ihren Eltern versorgt.

Das sei eine wichtige Phase, die sogar 2 bis 3 Wochen dauert!

Einschreiten kann man dann, wenn der Vögel verletzt zu sein scheint, man die Möglichkeit hat ihn lange zu beobachten und er nicht versorgt wird oder er sich in Gefahr befindet, z.B. an einer Straße oder Katzen in der Nähe. Im letzten Falle kann man ihn einfach vorsichtig erhöht auf einen Baum oder einen anderen geschützten Platz in der Nähe setzen.

Ist der kleine Vogel tatsächlich nackt und unbefiedert, dann ist er ein Nestling, der zurück ins Nest gelegt werden sollte, sofern das möglich ist. Nur wenn das nicht geht, wäre eine Handaufzucht denkbar, da sollte man sich aber an Experten wenden oder das überhaupt Experten überlassen, dh. eine Vogel-Aufzuchtstelle aufsuchen. Es muss zunächst festgestellt werden, um was für eine Vogelart es sich handelt, denn davon hängt es ab, ob man Beeren oder Würmer füttert. Füttert man das Falsche oder gibt man Wasser, könnte das tödliche Folgen für den kleinen Vogel haben.

Wir informieren Sie gerne, wie Sie im konkreten Fall vorgehen können oder an wen Sie sich wenden können!

Ihr TierschutzKompetenzzentrum

Weitere Informationen:

Wildvogelhilfe
Birdlife

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